Rezension
Der Debütroman der 1968 geborenen schwedischen Autorin setzt sich aus drei Teilen zusammen.
Im ersten findet eine zurückgezogen lebende Frau, die einer ominösen Orga-
nisation angehört, endlich etwas, was ihrem Leben einen Sinn zu geben scheint:
einen Mann als geeignetes Objekt für ihre wissenschaftlichen Studi-
en. In lakonischem, teilweise makabrem, monologartigem Stil beschreibt die
Ich-Erzählerin, als was Vincent sich im Laufe der Zeit entpuppt: als Schädling.
Und jede verantwortungsbewußte Hausfrau weiß, da hilft nur: Tod durch Aus-
rottung.
Dieses Schicksal ereilt im 2. Teil auch Erik, der seiner Käferforschung mehr
Aufmerksamkeit widmet als seiner Frau. Danach bleibt nichts mehr, wie es
war. Und es gibt noch mehr Opfer. Aber die Opfer sind auch Täter. Die Men-
schen scheinen wie Figuren in einem Schachspiel, das in dem Buch auch eine
große Rolle spielt, manipuliert zu werden.
Wer ist diese geheimnisvolle Organisation, die sich über die ganze Welt zu
erstrecken scheint? Geht es ihr um Verunsicherung, Machtausübung? Beim Lesen
entstehen immer wieder Fragen, die Spannung erzeugen. Ist der Bericht womöglich
nur der Fantasie einer älter gewordenen, einsamen Frau entsprungen?