„Feministische Brückenschläge?!“

Einladung zur Veranstaltung Feministische Brückenschläge?! am 3. Dezember 2018

Wir wollen dieses Jahr gemeinsam mit Ihnen ausklingen lassen und den erfolgreichen Abschluss unseres Digitalisierungsprojektes „Engagement und Vernetzung – Die erste Frauenbewegung“ in Hamburg feiern.

Dazu laden wir Sie herzlich ein zur Veranstaltung

„Feministische Brückenschläge?!“
Frauenbewegung in Hamburg zwischen bürgerlichen Organisationen
und autonomen Initiativen

am Montag, 3.Dezember 2018, 18:00 Uhr bei unseren Nachbarinnen in der ESG Hamburg, Sauerberghof, Haus D, Grindelallee 43, 20146 Hamburg.

Zwei spannende Aspekte möchten wir Ihnen dabei vorstellen:

Unter dem Titel „Ohne Archive keine Avantgarde!“ stellt Ihnen Dr. Birgit Kiupel, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Digitalen Deutschen Frauenarchivs, dieses Portal vor. Es dokumentiert die bürgerlichen und autonomen Strömungen der „alten“ und „neuen“ Frauenbewegung – mit Originaldokumenten und Essays.

Die Historikerin Hannah Rentschler, M.A. stellt ein Teilergebnis dieses Projektes in ihrem Vortrag vor

„‘…ob wir nicht alle Feministinnen sind.‘ Die Arbeitsgemeinschaft Hamburger Frauenorganisationen (ahf) im Kontext der Neuen Frauenbewegung 1966-1986“

Im Anschluss gibt es Gelegenheit zu Gespräch und Diskussion.


 

„Jetzt ist schon wieder eine Frau rausgekippt worden wie Abfall.“

Elfriede Jelinek in der Frankfurter Allgemeinen zum Rauswurf der Rowohlt-Verlegerin Barbara Laugwitz:

„Jetzt ist schon wieder eine Frau rausgekippt worden wie Abfall. Eigentlich wäre das Saubermachen ja ihre Aufgabe, das macht sie gut, das hat sie geübt. Vielleicht sollte sie sich selbst entsorgen? Das nimmt den Herren die Arbeit ab. Es wäre auch praktisch, man muss sich nicht die Finger schmutzig machen an ihr. Es sind wahrscheinlich dieselben Herren, die laut barmen, dass bei der Mostra in Venedig wieder nur eine einzige Regisseurin eingeladen wurde, nein, nein, das geht gar nicht.“

„Es müssen mehr Frauen her, und man weiß auch schon, was man mit ihnen macht, wenn sie einmal da sind. Da Sie nun schon einmal da sind, setzen Sie sich hin und arbeiten ein wenig. Machen Sie sich’s nicht zu gemütlich! Lang wird es nicht dauern, denn Sie sind Dreck, und bald sind Sie wieder weg, so wie das Werk der Frau Dreck ist, aber wenigstens keinen macht. Und daran ändert sich nichts. Ich habe lange Kämpfe hinter mir, jetzt bin ich auch müde. Dank an Daniel Kehlmann für die offenen Worte anlässlich seiner Preisverleihung, und noch mehr danke ich Barbara Laugwitz.

Sie hat mir jetzt noch einmal ein Buch mit Theaterstücken ermöglicht, und sie weiß, dass die Leute Theaterstücke nicht so gern lesen. Sie wollen sie lieber heiß und dampfend serviert bekommen. Ich habe Frau Laugwitz nie kennengelernt, was ich sehr bedaure. Wir teilen alle unser Schicksal, wir teilen es schwesterlich, denn wir sind alle nichts wert, und dann dürfen wir es wieder wegräumen, wenn es zu groß wird.“

[Rauswurf der Rowohltverlegerin : Ein rätselhafter Vorgang“  (Julia Encke) Aktualisiert am

Verlegung der Stolpersteine für Ella, Betti und Henriette Rosenblum

Pressemitteilung Nr. 10, Landesfrauenrat Hamburg e.V., Hamburg, den 13.09.2018

Verlegung der Stolpersteine für Ella, Betti und Henriette Rosenblum

Der Landesfrauenrat Hamburg e.V. und der Hamburger Frauenring laden ein zur Verlegung der Stolpersteine für die drei von den Nationalsozialisten ermordeten Schwestern Betti, Ella und Henriette Rosenblum.

Freitag, 21. September, 14.00 Uhr in der Straße Durchschnitt 8

©Amos Schliack

 Die Verlegung der drei Stolpersteine wird durch den Kölner Künstler Gunter Demnig erfolgen.

Im Anschluss sind alle Teilnehmer*innen herzlich eingeladen zu einem Beisammensein in die hamburger frauenbibliothek in der Grindelallee 43.

Mit der Übernahme der Patinnenschaft für die drei Stolpersteine möchten der Landesfrauenrat Hamburg und der Hamburger Frauenring in Zeiten des wieder erstarkenden Antisemitismus ein Zeichen setzen für Zivilcourage und das Einsetzen für demokratische Werte.

Betti (geb. 1.8.1878 Salzwedel), Ella (geb. 14.9.1882 Hamburg) und Henriette Rosenblum (geb. 22.5.1884 Hamburg) wohnten nach dem Tod ihrer Eltern in einer gemeinsamen Wohnung in der Straße Durchschnitt 8 im Hamburger Stadtteil Rotherbaum. Sie stammten aus einer Familie jüdischen Glaubens und hatten noch zwei Brüder, die ebenfalls im Holocaust ermordet wurden.

Ella trug als Kassiererin und Henriette als Schneiderin zum Haushaltseinkommen bei. Ob Betti berufstätig war und über ein Einkommen verfügte, ist nicht überliefert. Die Brüder Max und Moritz hatten schon früher den elterlichen Haushalt verlassen.

Bei Ella Esther Rosenblum stellten sich im Laufe der 1920er Jahre Krankheitssymptome ein, die schließlich 1936 zu ihrer Aufnahme in der „Heil- und Pflegeanstalt“ Hamburg-Langenhorn führten. 1940 ließ die „Euthanasie“-Zentrale in Berlin, Tiergartenstraße 4 (T 4), in norddeutschen Anstalten lebende jüdische Menschen erfassen und in der „Heil- und Pflegeanstalt“ in Hamburg-Langenhorn zusammenziehen. Im selben Jahr am 23. September 1940 wurden 136 Patienten, unter ihnen Ella Esther Rosenblum, im Güterbahnhof Ochsenzoll in einen Zug verladen und nach Brandenburg an der Havel transportiert. Noch am selben Tag wurden die Patientinnen und Patienten in dem zur Gasmordanstalt umgebauten Teil des ehemaligen Zuchthauses mit Kohlenmonoxid ermordet.

Ellas Schwestern Henriette und Betti Rosenblum lebten weiter in der Straße Durchschnitt 8, bis auch sie den Deportationsbefehl erhielten. Beide wurden am 6. Dezember 1941 mit weiteren 751 Frauen, Kindern und Männern nach Riga deportiert, wo sie umkamen.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Dr. Rita Bake, Landesfrauenrat Hamburg e. V. Rita.Bake[at]hamburg.de

V.i.S.d.P.: Vorstand Landesfrauenrat Hamburg. e.V. .

Black History Month

Jedes Jahr wird im Februar Black History Month gefeiert, um die Geschichte Schwarzer Menschen zu würdigen. Für die Frauenbewegung haben Schwarze Frauen wie Angela Davis und Audre Lorde eine wichtige Rolle gespielt. Seit einigen Jahren ist Chimamanda Ngozi Adichie in aller Munde. Wir haben uns in der Bibliothek umgeschaut und einige Bücher von Schwarzen Frauen zusammengestellt: Bücherliste

Weitere Informationen zum Black History Month: http://isdonline.de/black-history-month/ 

Und zu Hamburg: Black History Month in Hamburg

Hamburger Frauen- und MigrantInnenmarsch

„FRAUEN STÄRKEN FRAUEN!“

Hamburgs Frauen gehen voran – für Demokratie, Freiheit und Menschenwürde

Der Hamburger Frauen- und MigrantInnenmarsch rund um die Binnenalster

Was? Frauen- und MigrantInnenmarsch für die demokratischen Werte

Wann? Ab 14.00 Uhr Grußworte auf dem Rathausmarkt, ab 15:00 Uhr marschieren wir um die Binnenalster. Im Anschluss ab 17:00 Uhr bis 20.00 Uhr lädt die Kulturbrücke mit ihren MitveranstalterInnen die TeilnehmerInnen des Marsches zu einem Dialog mit den AusstellerInnen auf dem Rathausmarkt ein und es wird ein kulturelles Programm geboten werden.

Wo? Auf dem Hamburger Rathausmarkt

Wer? Frauen, MigrantInnen, Alt- und Neuhamburger jeder Nationalität.

Wir HamburgerInnen stehen ein für mehr Weltoffenheit, Selbstbestimmung, Menschlichkeit, gegenseitigen Respekt und Toleranz. Und für ein lebenswertes, sozial-gerechtes und friedvolles Miteinander.

Wir HamburgerInnen wehren uns gegen jede Form von Rassismus, Diskriminierung und Frauenfeindlichkeit. Wir sagen „Nein!“ zu all denjenigen, die unsere Gesellschaft mit rechts-populistischer Propaganda und religiösem Fanatismus spalten wollen und so unsere Grundrechte auf Frieden, Freiheit und Demokratie zu erschüttern versuchen.

Was uns vereint, sind die demokratischen Werte, die unsere internationale Stadt und unser ganzes Land in den vergangenen Jahrzehnten geprägt haben. Mit einem vielfältigen künstlerischen Programm möchten wir die Vielfalt der Menschen und Kulturen feiern.

und viele andere Einrichtungen …

 

DDF – Es geht los!

© Bildnachweis: Archiv der deutschen Frauenbewegung

© Bildnachweis: Archiv der deutschen Frauenbewegung

Ab heute – 1.10.2016 – ist es so weit! Wir starten das Digitalisierungsprojekt: „Materialien der Neuen Frauenbewegung / Hamburg“ aus dem Archiv von DENKtRÄUME – im Rahmen des Digitalen Deutschen Frauenarchivs (DDF), finanziert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Näheres findet ihr bei i. d. a. , unserem Dachverband der Lesben-/Frauenarchive, -bibliotheken und -dokumentationsstellen im deutschsprachigen Raum. Ab 2018 wird das DDF unter www.frauenarchiv.de zugänglich sein. Projektleiterin ist Inga Müller, unsere Bibliothekarin (auch seit heute!).

Wir freuen uns!

 

 

Unterwegs mit starken Frauen

Am 03. September: Im Rahmen der Langen Nacht der Literatur in Hamburg:
Unterwegs mit starken Frauen – BücherFrauen stellen ihre Werke vor

Ob auf der Straße oder am Klavier, im Kreise der besten Freundinnen oder im Kampf ums Überleben –
die Reisen dieser Frauen bewegen, unterhalten und inspirieren.
Die BücherFrauen Hamburg laden zu einer Reihe von Lesungen ein, die Einblicke in vielseitige Lebens- und Wirkungsgeschichten bieten und
auch die Frauen hinter den Büchern sichtbar machen. Ein Abend mit zehn Autorinnen und verschlungenen Lebenswegen.
Mit Getränken und veganen Snacks. Barrierefreier Zugang.

17.30–19.15 Uhr:


Martina Mosebach: Die Grenzschwimmerin. Punktum Bücher 2016.
Katrin Heinau: Das glückliche Leben. Eine moralische Erzählung. Marta Press 2015.
Ute Elisabeth Mordhorst: Und immer stark sein. Die Geschichten unserer Mütter. Herder 2014.
Theresa Amrehn, Henriette Dyckerhoff, Nadine Wedel: Königin der Landstraße. Meine Jahre auf der Walz. Piper 2016.
Bettina Steitz: Vegan rockt! Die besten Rezepte aus aller Welt. Lempertz 2016.

19.45–21.30 Uhr:


Brigitte Beier, Karina Schmidt: Hier spielt die Musik! Tonangebende Frauen in der Klassikszene. AvivA 2011.
Patricia Paweletz: Die Männer meiner Freundinnen. Punktum Bücher 2015.
Bettina Schaefer: Ich bleibe Optimist, trotz allem. Erinnerungen an Noach Flug. Jetztzeit Verlag 2014.
Juliane Beer: Frau Doktor E. liebt die Abendsonne. Marta Press 2015.
Ulrike Gramann: Du bist kein Kind mehr. Erzählungen aus dem erwachsenen Leben. Marta Press 2014.

Ort: Zentrale Bibliothek Frauenforschung & Gender Studies, Monetastraße 4, 20146 Hamburg.

Website: www.buecherfrauen.de