In der
hamburger frauenbibliothek haben sich die drei großen Hamburger
Frauenbibliotheken zusammengeschlossen mit dem Ziel, einerseits Nutzung,
Recherche und Forschung zu erleichtern, andererseits aber auch, um deut-
lich zu machen, welch vielfältiges und umfangreiches FrauenWissen in Ham-
burg zusammengetragen wurde: von wahrhaftigen historischen Schätzen über
wissenschaftliche Fachliteratur aus den verschiedensten Disziplinen (und v. a.
auch interdisziplinär) bis zu aktuellen politischen Themen. Nicht zu vergessen
der umfangreiche Bestand an Belletristik, darunter so manche Rarität. Viele
der Bücher gibt es inzwischen nur bei uns, sei es, dass sie von den Öffentli-
chen Bücherhallen längst aussortiert und von anderen Bibliotheken nie ange-
schafft wurden oder sei es, weil sie längst vom Buchmarkt verschwunden sind.
Vergessenes FrauenWissen überhaupt erst einmal aufzuspüren, Gefundenes
zu archivieren, Gesammeltes öffentlich und damit wieder nutzbar zu machen -
all dies waren Motive für die Gründung der drei beteiligten Bibliotheken, in den
60er Jahren die einen, in den 80er Jahren die anderen. Doch die ersten Frau-
enbibliotheken wurden schon Ende des 19. Jhdt.s gegründet.
Wer sich für die Geschichte der Frauenbibliotheken interessiert, findet hier
mehr:
www.ida-dachverband.de/de_geschichte.htm
Auch die
hamburger frauenbibliothek hat - trotz der kurzen Zeit - schon eine
wechselvolle Geschichte hinter sich. 2003 gegründet und feierlich eingeweiht,
schien sie schon 2004 am Ende zu sein: dem Frauenbildungszentrum
DENKtRÄUME wurde, nach über 20jähriger Geschichte und langjähriger För-
derung, die finanzielle Unterstützung durch die Stadt Hamburg endgültig ge-
strichen. Das schien das AUS für die
hamburger frauenbibliothek zu bedeuten,
da Räume, Personalkosten und Bibliotheksbetrieb nicht allein von Spenden
und Einnahmen zu finanzieren gewesen wären. Nach vielen Protesten, aus
Hamburg und dem In- und Ausland, nach vielen Gesprächen und Verhand
lungen wurde eine Lösung gefunden: Der Landesfrauenrat Hamburg e.V.
übernahm die Trägerschaft der
hamburger frauenbibliothek, die nun von der
Behörde für Soziales und Familie finanziell unterstützt wird. In
einem Kooperationsvertrag wurde die neue Form der Zusammenarbeit niedergelegt. Er
wurde am 1.8.2005 von Reingard Wagner (DENKtRÄUME - Frauen lernen
gemeinsam e.V.) und Kordula Leites (Landesfrauen Hamburg e.V.) unterschrieben.
Außerdem wurde ein
Bibliotheksbeirat gebildet, der in beratender Funktion die Bibliothek begleitet.