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hamburger frauenbibliothek - geschichte


"Die Geschichte aller Zeiten und die heutige ganz besonders, lehrt, daß diejenigen auch vergessen wurden, welche an sich selbst zu denken vergaßen."

Louise Otto-Peters
in: Frauen-Zeitung, Nr. 1 vom 21. April 1849, S. 1

In der hamburger frauenbibliothek haben sich die drei großen Hamburger Frauenbibliotheken zusammengeschlossen mit dem Ziel, einerseits Nutzung, Recherche und Forschung zu erleichtern, andererseits aber auch, um deut- lich zu machen, welch vielfältiges und umfangreiches FrauenWissen in Ham- burg zusammengetragen wurde: von wahrhaftigen historischen Schätzen über wissenschaftliche Fachliteratur aus den verschiedensten Disziplinen (und v. a. auch interdisziplinär) bis zu aktuellen politischen Themen. Nicht zu vergessen der umfangreiche Bestand an Belletristik, darunter so manche Rarität. Viele der Bücher gibt es inzwischen nur bei uns, sei es, dass sie von den Öffentli- chen Bücherhallen längst aussortiert und von anderen Bibliotheken nie ange- schafft wurden oder sei es, weil sie längst vom Buchmarkt verschwunden sind.
Vergessenes FrauenWissen überhaupt erst einmal aufzuspüren, Gefundenes zu archivieren, Gesammeltes öffentlich und damit wieder nutzbar zu machen - all dies waren Motive für die Gründung der drei beteiligten Bibliotheken, in den 60er Jahren die einen, in den 80er Jahren die anderen. Doch die ersten Frau- enbibliotheken wurden schon Ende des 19. Jhdt.s gegründet.

Wer sich für die Geschichte der Frauenbibliotheken interessiert, findet hier mehr: www.ida-dachverband.de/de_geschichte.htm

Auch die hamburger frauenbibliothek hat - trotz der kurzen Zeit - schon eine wechselvolle Geschichte hinter sich. 2003 gegründet und feierlich eingeweiht, schien sie schon 2004 am Ende zu sein: dem Frauenbildungszentrum DENKtRÄUME wurde, nach über 20jähriger Geschichte und langjähriger För- derung, die finanzielle Unterstützung durch die Stadt Hamburg endgültig ge- strichen. Das schien das AUS für die hamburger frauenbibliothek zu bedeuten, da Räume, Personalkosten und Bibliotheksbetrieb nicht allein von Spenden und Einnahmen zu finanzieren gewesen wären. Nach vielen Protesten, aus Hamburg und dem In- und Ausland, nach vielen Gesprächen und Verhand lungen wurde eine Lösung gefunden: Der Landesfrauenrat Hamburg e.V. übernahm die Trägerschaft der hamburger frauenbibliothek, die nun von der Behörde für Soziales und Familie finanziell unterstützt wird. In einem Kooperationsvertrag wurde die neue Form der Zusammenarbeit niedergelegt. Er wurde am 1.8.2005 von Reingard Wagner (DENKtRÄUME - Frauen lernen gemeinsam e.V.) und Kordula Leites (Landesfrauen Hamburg e.V.) unterschrieben. Außerdem wurde ein Bibliotheksbeirat gebildet, der in beratender Funktion die Bibliothek begleitet.