Sharon Dodua Otoo erhält den Ingeborg-Bachmann-Preis

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Sharon Dodua Otoo © Johannes Puch/ORF

In Klagenfurt wurde zum 40. Mal der Bachmann-Preis verliehen. Diesjährige Preisträgerin ist die 1972 geborene britisch-ghanaische Autorin Sharon Dodua Otoo mit dem Text „Herr Göttrup setzt sich hin“. Die sich gegen Diskriminierung und für Diversität einsetzende Aktivistin, die bisher im Literaturbetrieb eher weniger auf sich aufmerksam gemacht hatte, zeichnet in ihrem Text das Bild des typischen deutschen Spießers, erzählt aus der Perspektive eines Frühstückseis.

Die ZEIT bezeichnet Otoos Text als ein

„fantastisches Plädoyer für das Aufbrechen starrer Denksysteme, für das Ausbrechen aus festgefrorenen Kategorien, das irgendwo zwischen Thomas Bernhards Der deutsche Mittagstisch, wo in der Suppe statt der Nudel nur der Nazi schwimmt, und Loriot-Parodie pendelt.“

Der Ingeborg-Bachmann-Preis, die wichtigste literarische Auszeichnung im deutschsprachigen Raum, wird seit 1976 in Klagenfurt vergeben, seit 1977 jährlich während der mehrtägigen Veranstaltung Tage der deutschsprachigen Literatur. Während einer dreitägigen Lesung tragen ausgewählte Bewerber ihre unveröffentlichten Texte vor. Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert. Diese Jahr waren u. a Sylvie Schenk, Tomer Gardi und Stefanie Sargnagel eingeladen.

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